Schreckgespenst Kaltakquise

Schreckgespenst Kaltakquise

Ganz sicher kommt Ihr irgendwann an einen Punkt, an dem das persönliche Netzwerk über eure Selbständigkeit informiert ist. “finde ich toll, klar denke ich an Dich, natürlich empfehle ich Dich weiter, oh – hast Du dir das auch gut überlegt?” Solche oder ähnliche Aussagen habt ihr nun gehört. Kaltakquise? Brauche ich nicht – das Empfehlungsmanagement ist ja angestoßen, es kann losgehen…

Eure Website sieht auch toll aus, die technischen Voraussetzungen sind erfüllt. Du kannst also im großen World Wide Web mit deiner Dienstleistung gefunden werden. Die Verlinkung über sämtliche Social Media Kanäle funktioniert auch (man hat Dir gesagt, das mußt Du machen…).

Aber irgendwie fehlen Dir noch Kunden, du hast noch zuviel Zeit und würdest gerne Kunden akquirieren und Geld verdienen. Und Jetzt? Ganz einfach, Du rufst Menschen an, die in deiner Zielgruppe sind, deren Problem du lösen kannst, deren Bedürfnisse du befriedigen kannst und machst sie zu Kunden. Einfach? Nun, wenn deine Zielgruppe aus Endverbrauchern besteht, mußt Du an dieser Stelle aufpassen. Du darfst ohne Einverständnis nicht die Menschen anrufen, du verstößt damit gegen das Verbraucherschutzgesetz. Aber die telefonische Kaltakquise ist eine der kostengünstigsten Wege, um neue Kunden zu gewinnen. Du brauchst keine Events zu veranstalten oder an abendlichen Events teilnehmen, mußt nicht zu Messen rennen, etc. Du kannst einfach zum Telefonhörer greifen und deine Kundenpipeline abtelefonieren.

Wenn Du einige, wenige Dinge beherzigst, klapp es ganz bestimmt.

Was kann im ungünstigsten Fall passieren?

Sei dir gewiss, daß du ganz oft hörst: “hab jetzt keine Zeit, brauche ich nicht, sie wollen mir doch bloß etwas verkaufen, haben wir schon” oder der Andere legt einfach auf. Gibt es, habe ich selber erlebt. Ich denke dann immer, warum müßen Menschen sooo unfreundlich sein? Sei nicht überrascht, wenn du diese recht schroffen Abweisungen hörst. Du bist darauf vorbereitet, hast in der Beziehung ein dickes Fell entwickelt, oder läßt es dir gerade wachsen.

Wen rufe ich an?

Durch die Vorbereitung deiner Selbständigkeit hast Du dir Gedanken über deine Zielgruppe gemacht. Du weißt also ganz genau, wen du gerne zum Kunden machen möchtest, hast eine Liste mit möglichen Kunden angelegt. Du kennst deren Umfeld, deren Probleme und Bedürfnisse, Du weißt, wer dein Lieblingskunde ist. Damit kann es eigentlich nicht passieren, das dein Gesprächspartner völlig verwundert ist, daß Du ihn ansprichst – nein, er ist eher freudig überrascht.

Was soll ich erzählen?

Der dritte Punkt ist der, daß Du deinen Elevator Pitch fertig hast. Du hast ihn geübt und bist authentisch, kannst ihn auch ruhig am Telefon verwenden – deinen Gesprächsleitfaden.

Also, wenn Du 10 potenzielle Kunden anrufst, wirst Du nicht alle erreichen, wirst nicht bei allen einen Termin bekommen. Aber Du bekommst Klarheit, kannst ggf. Kontakte aus deiner Pipeline streichen und gewinnst Erfahrung.

Dein Ziel des Anrufes ist ein persönlicher Termin! Du verkaufst Dein Produkt oder deine Dienstleistung nicht am Telefon.

Und: Verkaufen ist das Vermitteln positiver Gefühle! Wenn Du schlechte Laune hast oder dich gerade über etwas ärgerst, verschiebe Dein Zeitfenster mit der telefonischen Kaltakquise auf später. Mach einen Spaziergang oder laufe fünf Kilometer,  es hilft.

Probiere es aus!

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